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Für die lange Strecken und viele Teilnehmer:Satellitenempfang...

1. April 2016

Für die lange Strecken und viele Teilnehmer:
Satellitenempfang mit optischen Komponenten

Nicht immer gibt es bei der Installation von Empfangsanlagen ideale Verhältnisse. Oft müssen zwischen der Antenne und den Verteil-Komponenten größere Distanzen überbrückt werden. Bei solchen Anforderungen bietet die optische Verteiltechnik mit Lichtwellenleitern eine ideale Alternative zur Verkabelung mit klassischen Koaxial-Kabeln, denn Koaxial-Netze stoßen mit ihren unvermeidlichen Dämpfungen an physikalische Grenzen.

Die Überwindung dieser Grenzen erfordert einen hohen technischen Aufwand. Aus diesen Gründen werden vermehrt Sat-ZF-Anlagen bei denen die einzelnen Funktionsgruppen über große Distanzen verbunden werden müssen, mit optischen Komponenten realisiert. Anstelle der bei großen Leitungslängen unterlegenen Koaxial-Kabel tritt die optische Übertragung der Signale. Zudem bringt das Glasfaserkabel, ein sehr dünner Lichtwellenleiter (ca. 4 mm), einen Platz- und Gewichtsvorteil. Einer der überzeugendsten Vorteile der optischen Signalübertragung liegt in der fast verlustfreien Signalübertragung. Während es bei Koaxial-Kabeln zu frequenzabhängigen Dämpfungen und damit verbundenen Pegelverlusten kommt, überträgt die Glasfaserleitung (oder die polymer-optische Faser POF) mit deutlich weniger Verlusten. So können auch größere Entfernungen mit geringerem Aufwand überbrückt werden. Darüber hinaus ist die Übertragung sicher vor Störungen (z. B. keine Einstrahlungen) und es können große Bandbreiten genutzt werden. Ebenfalls auf der Seite der Vorteile: Es ist keine Erdung oder Potenzialausgleich zwischen den optischen Baugruppen erforderlich. Zudem besteht keine Brandgefahr durch die Bildung von Überströmen, beispielsweise bei Gewittern, und im Brandfall verursacht der Lichtwellenleiter auch weniger Brandlast. Für den Aufbau von Empfangsanlagen mit optischer Übertragungstechnik bieten die Hersteller eine breite Palette mit optischen Komponenten an. Dazu gehören ne-ben optischen LNBs optische Verteiler, optische Multischalter (auch kaskadierbar) und optische Umsetzer, die die Sat-ZF-Signale in klassische HF-Signale wandeln und an Koax-Ausgängen zur Verfügung stellen. Abgerundet wird das Produktprogramm von bereits konfektionierten optischen Kabeln in unterschiedlicher Länge, Kabelverbindern für optische Kabel sowie optischen Dämpfungsgliedern zur Pegelanpassung. Last, but not least gehört auch die passende Messtechnik, als idealer Helfer bei der Installation optischer Netze, dazu. Optische LNBs wandeln die vier Satellitenebenen in optische Signale mit der Wellenlänge von 1310 nm. Das Ausgangssignal kann mit entsprechenden Bauteilen dann auf diverse optische Empfänger verteilt werden. Zur Wandlung von optischen Signalen in klassische Sat-ZF-Signale dienen optische Umsetzer. An den koaxialen Ausgängen dieser Komponenten stehen die Signale der vier Satellitenebenen zum Anschluss von Multischaltern oder Sat-Kopfstationen zur Verfügung. Optische Umsetzer anderer Bauart sind für den direkten Anschluss von Sat-Receivern ausgelegt. Messgeräte für optische Signale gehören selbstverständlich auch zur Produktpalet-te der Hersteller. Die Messempfänger helfen bei der Installation und den entsprechenden Kontrollmessungen, zum Beispiel der Pegelmessung von optischen Signalen, bei der Darstellung des Frequenz-Spektrums oder der Messung des Signal-/Störab-stands und der Bitfehlerrate (BER). Matthias Dienst, Vorsitzender des Vorstands der AG SAT e.V. erklärt dazu: „Emp-fangsanlagen mit optischen Komponenten ergänzen die klassische Koaxial-Verkabelung. Nicht nur bei der Überbrückung großer Entfernungen, sondern speziell auch bei der Installation von größeren Mehrteilnehmeranlagen mit möglichst vielen Programmen spielt die optische Sat-ZF ihre technischen wie auch wirtschaftlichen Vorteile aus. Dabei lässt sich die optische Verteilung auch problemlos mit der klassischen Koax-Technik nach Bedarf kombinieren. Ein weiterer Beweis, dass Satellitenempfang der flexibelste, vielseitigste und internationalste Empfangsweg ist.“ Die Partnerbetriebe der AG SAT aus Handel und Handwerk sind für die Planung und Installation von Sat-Empfangsanlagen die idealen und kompetenten Ansprechpartner. Sie finden gemeinsam mit den Kunden die optimale Empfangslö-sung und sind in der Lage, diese auch fachgerecht unter Berücksichtigung aller Normen, Vorschriften und Umweltaspekten zu erstellen. Dabei unterstützen die Mitgliedsbetriebe der AG SAT die Installationsbetriebe bei Bedarf auch bei der Planung und Konzeption.

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