Dazu werden deutlich vergrößerte Laufbänder im analogen Übertragungskanal in die Sendungen integriert und verstärkt eingesetzt. Diese werden ausschließlich über den analogen Verteilweg ausgestrahlt und erreichen lediglich die noch betroffenen Satelliten-Haushalte. Redaktionelle Beiträge in Hörfunk und Fernsehen informieren parallel dazu umfassend und bieten Hilfestellung für die rasche Umrüstung.
Alle Zuschauer, die ihre TV-Programme noch analog über Satellit empfangen, müssen ihre Empfangsanlage in der noch verbleibenden Zeit auf digitalen TV-Empfang umstellen. „Nach aktuellen Schätzungen empfangen noch knapp zwei Millionen Haushalte ein analoges Satellitensignal. Neben den individuellen Zuschauern mit Einzel-Empfangsanlagen sind auch Kabelnetzbetreiber, Hotels, Krankenhäuser und Wohnungsbaugesellschaften, die das analoge Satellitensignal in ihr Kabelnetz einspeisen, bei der Umstellung in der Pflicht. Andernfalls müssen die Zuschauer ohne Fernsehprogramm auf Brettspiele zum Zeitvertreib umsteigen“, erklärt Matthias Dienst, Vorstandsmitglied der AG SAT.
Für den Fachhandel und die Installationsbetriebe bietet die Umstellung immer noch viel Potenzial. „Nutzen Sie den Endspurt für einen Anlagencheck bei den Kunden. Egal, ob Einzelanlage oder Kopfstelle für Wohnanlage, Hotel, Krankenhaus oder Seniorenheim, jetzt heißt es Handeln, damit kein Zuschauer am 30. April 2012 ohne TV-Signal auskommen muss“, so Dienst weiter.
Wichtiges Werkzeug bei der Umstellung von analogen auf digitalen Empfang ist ein leistungsfähiger Antennenmessempfänger. Mit der Einführung der digitalen Technik haben sich die Messaufgaben deutlich erweitert. Waren in früheren Analogzeiten Pegelmessungen das A und O, ergänzt um Tonträgermessung, Bild- und Tonwiedergabe, reicht dies heute längst nicht mehr aus. Auch die Pegelmessung spielt bei Digitalempfang nicht mehr die entscheidende Rolle. Grundsätzlich sind ältere analoge Messgeräte für digitale Messungen nicht geeignet. Sie können nur noch für analoge BK- und hier zu Lande nicht mehr gesendete terrestrische, analoge TV-Signalen eingesetzt werden. Selbst DVB-S-, C- und DVB-T-Pegel lassen sich mit einem analogen Messgerät nicht exakt messen.
Gründe, noch länger beim analogen Empfang zu bleiben, gibt es nicht. Viele Programme werden bereits jetzt nur noch digital ausgestrahlt. Aktuelle Beispiele: Seit 1. Januar 2012 sind die Programme von Discovery Networks Deutschland (DMAX) und MTV Networks Germany (Comedy Central, Nickelodeon und Viva) ausschließlich digital zu empfangen. Der Umstieg auf digitales Fernsehen lohnt sich generell sofort: Vorteile sind unter anderem die erheblich bessere Bild- und Tonqualität, die Verfügbarkeit von HDTV und eine größere Programmvielfalt. Dazu gehören viele Spartenprogramme und internationale Sender sowie alle Landes- und Regionalprogramme der ARD (Dritte Programme) und die Regionalfenster bei SAT.1 und RTL. Nach der Analogabschaltung werden ARD und ZDF zudem weitere Sender ihrer Programmfamilien auf HDTV umstellen.
Weiterführende aktuelle Informationen zur und Unterstützung bei der Digitalisierung der Empfangswege und speziell zur Analogabschaltung beim Satelliten, sind in großem Umfang seitens des Projektbüros „klardigital 2012“, Astra, der Industriepartner und der AG SAT verfügbar.
20. Januar 2012
Aktionswoche zum Endspurt der Analogabschaltung beim Satelliten-Empfang
Am 21. Januar 2012 beginnt der Endspurt für die Abschaltung der analogen Ausstrahlung über die Astra-Satelliten am 30. April 2012. Zu diesem Zeitpunkt startet auch die vierte Aktionswoche Fernsehsender und des Projektbüros „klardigital 2012“, die die noch verbliebenen Zuschauer mit analogem Satelliten-Empfang letztmalig und intensiv über die Abschaltung informiert.
Zurück zur Liste

